In mir selber liegt die Kraft

GB 325A

Ilse Storfer, Blütenweiß…, Acryl auf Leinen 80x80cm

Wenn die Welt Jammer
Tränen Angst und
Aggressionen zeigt
im Regenland kein nettes Wort
den Weg zum Herzen findet…

Wenn Sorge überhand nimmt
und die Zukunftsangst
geschürt wird von den
Allerweltspropheten…

Wenn kein Sonnenstrahl
mir eine Frühlingsahnung schenkt
werd ich erkennen müssen
dass alles Gute dieser Tage
nur in mir selber keimt…

Dass ich auch ohne Hilfe
in den schwarzen Tagen
ein Licht sein kann für alle
welche diese Quelle aller Kraft
nicht sehen können
und ihr Verzweifeln
in Jammern Tränen
Angst und Aggressionen
zeigen!

 

© 2020 Prof. Ilse Storfer-Schmied
aus: Ilse Storfer, Ausgeträumt – Gedanken einer verleugneten Seele,
Verlag Ploder, Friesach, 2009

Boxenstopp – Herbst-Plaudereien

Die Herbst-Plaudereien der Kulturwerkstatt Sacoma in Himberg waren eine besonders erfreuliche und harmonische Kulturveranstaltung in dieser für Kulturschaffende und Kulturgenießer so mageren Zeit.IMG_20200913_153231 - Kopie

Der große Garten wurde genützt und Zelte schützten vor zu heißer Sonne an diesem strahlenden September-Sonntag. Das Bühnenzelt auf der Terrasse bot den ambitionierten Mitwirkenden einen hervorragenden Raum für ihre musikalischen und literarischen Präsentationen: Ilse Storfer und Johanna M. Schmied boten als Zwaklång wieder neue Lieder und auch ganz neue Gedichte und Prosa passend zum Thema Boxenstopp und passend zur jetzigen gesellschaftlichen Situation. IMG_20200913_160546 - Kopie (2)

Musikalische Höhepunkte im Programm bildete die elfjährige Anna Pap (Querflöte), einmal am Klavier begleitet von ihrer Cousine Julia Hösl und ein weiteres Mal im Duo mit Dagmar Fiedler (Querflöte) und erntete großen Applaus. Als literarischer Gast bot die Autorin Christine Figueiredo Einblicke in ihren Krimi „Reiki Katze Tod“ und Renate Berka las Gedichte passend zum Motto. Als Überraschungsgast stellte sich der sechsjährige Jonas Wittenberger auf die Bühne und trug ein Gedicht von Wilhelm Busch mit großartigem Ausdruck und unglaublicher Bühnenpräsenz vor.

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Die Mitwirkenden: Johanna M Schmied, Julia Hösl, Dagmar Fiedler, Jonas Wittenberger, Christine Figueiredo, Anna Pap, Renate Berka, Ilse Storfer

Der Kreativmarkt bot neben den Büchern von Ilse Storfer und der Krimi-Autorin diesmal auch die Produkte der Imkerei Grabenhofer und Ingrids Kunstmanufaktur aus Zwölfaxing und Hindberry mit Fruchtwein, Säften und frischem Johannisbeer-Sturm. Die Ausstellung und das Buffet im Haus wurde mit Abstand genutzt und so zeigte die Kulturwerkstatt Sacoma, dass man auch in dieser schwierigen Zeit mit guter Organisation und etwas Disziplin kulturelle, gesellschaftliche Veranstaltungen im kleineren Rahmen gut durchführen kann.IMG_20200913_152842 - Kopie

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NÖN-Ankündigung

2020-06-HP-NÖN-V

Regentropfen

RegentropfenGB 168 Ausschnitt - Kopie
aufgereiht zu Perlenschnüren
aufgespannt zwischen den
letzten Blüten dieses Jahres
zeichnen dem Herbst
ein erstes Bild

Bald ist auch dieses
nur mehr Erinnerung
Hingetragen durch die kalten Tage
schenkt es uns das Wissen
um die reife Schönheit
und die Gewissheit
der Vollendung
allen Seins

 

©2020 Prof. Ilse Storfer-Schmied
aus: Ausgeträumt-Gedanken einer verleugneten Seele, Verlag Ploder, Friesach, 2009

Ein neues Video vom Zwaklang auf YouTube:

I gspia! – Zwaklang auf YouTube

Hört euch das an! Schreibt uns, wie es euch gefällt!

Neue Lieder von Ilse Storfer vom Zwaklång gesungen!

Am Fenster

Surfinienblau überwiegtGB 301 - Kopie
in diesem Jahr
am Fensterbrett
Spärlich lugen
zwei verlorne
Pelargonienblüten rosa
durch das dichte Grün
Spiegelt sich der junge
Lärchenbaum ganz stolz
im Glas

Surfinienblau überwiegt
in diesem Jahr
in meinen Träumen
Spärlich wagt sich manchmal
eine rosa Stimmung
in das Spiel
und alle Welt
spiegelt sich
aufdringlich
in meinem Fenster

 

©2020 Prof. Ilse Storfer-Schmied
aus: Ilse Storfer, Ausgeträumt – Gedanken einer verleugneten Seele, Verlag Ploder, Friesach, 2009

MG Himberg-BürgermeisterInfo

2020-03-MGH BM-Info

NÖN über KULTUR-IMPULSE

2020-03-NÖN

Der Sommer kommt…

Die Frühjahrssaison ist für alle Kulturschaffenden gelaufen. Irgendwie haben wir es überstanden, auch ohne die geplanten Veranstaltungen, halt mit persönlichen Einschränkungen. Die Sehnsucht nach Bühnenpräsenz ist groß, aber die Zukunft ungewiss. Nach einigen Lockerungen der Verhaltensregeln gibt es natürlich Neuinfektionen und die Angst bleibt, genauso wie der Widerstand der Egoisten. Ich kann beide Standpunkte wirklich gut verstehen, ich muss diese nicht unbedingt akzeptieren oder für richtig bzw. falsch halten – das ist ohnehin nicht meins: richtig-falsch-Einschätzungen haben noch nie aus Krisen geholfen und sind auch in dieser Situation nicht angebracht. Wenn man in der Öffentlichkeit und mit Menschen arbeitet, muss einem klar sein, dass die Meinungen immer divergieren. Man wird nie alles auf einen Nenner bringen können. Die Kunst ist es doch, einen Weg zu finden, der vielen gerecht wird, aber der auch dich selber aus dem Out herausbringt. Nicht einfach, vor allem jetzt vor der Sommerpause mit ungewisser Einschätzung für den Herbst…

Die letzten Monate konnte ich mit meiner Ausstellung im Haus gut überbrücken, die angemeldeten Besucher brachten anregende Gespräche und auch reges Interesse an meinen künstlerischen Werken. Im chorischen Bereich haben die Gartensingen einigen Mutigen viel Freude gebracht, auch manche Probe mit Abstand in größeren Räumen hat gut funktioniert und war sehr effektiv. Für den Sommer, den die meisten nun doch zu Hause verbringen werden, sind gemütliche Treffen im Garten angedacht, sodass zumindest das gesellige Repertoire nicht ganz in Vergessenheit geraten wird. Wie es dann weitergeht, steht wohl noch in den Sternen. Sollen wir Adventkonzerte ins Auge fassen? Werden wir dafür mit ausgewogener Stimmenanzahl proben können? Wird die große Hochzeit einer Chorsängerin im Herbst stattfinden können? Und in welcher Form kann das Jubiläum eines meiner anderen Chöre über die Bühne gehen? Fragen über Fragen, die mir meine Sommerruhe wohl etwas stören werden.

Doch wie immer in meinem jetzt doch schon ziemlich langen Leben, bietet jede Schwierigkeit auch viele Chancen. Ich habe in diesen Monaten einiges gelernt und werde mich für die nächsten Jahre wohl etwas anders ausrichten, werde mich wieder etwas mehr auf meine philosophisch/soziologischen Interessen konzentrieren und darüber kann ich mich riesig freuen. Das heißt aber nicht, dass ich mit dem Malen und Singen aufhöre, nein – nur kann eine Schwerpunktverlagerung viel Lebensfreude frei setzen, die dann nicht nur für mich, sondern auch  meinen Freunden, Weggefährten und Vereinsmitgliedern einen Aufschwung und eine positive Zukunft beschert.

Und was meine Sehnsucht nach Bühnenpräsenz betrifft – ist nicht die ganze Welt einfach nur eine Bühne für dein Leben?

© 2020 Prof. Ilse Storfer-Schmied