Abheben

Oben drüberGB 256 - Kopie
wohlfühlen
Abheben und
Schweben
Im Wachen träumen
Termin und Pflichten
versäumen
Nicht wissen
doch alles verstehen
Verborgenes sehen
und schmunzeln
Eintauchen
ins Ewige
Verklärt
zurückkehren
ins Menschliche
und lächeln

© 2018 Prof. Ilse Storfer-Schmied
aus: Ilse Storfer, Ausgeträumt, Verlag Ploder, Friesach 2009

Dieser Tage…

fallen mir ganz unterschiedliche Stimmungen in mein Dasein und ich habe Mühe, mir mein Lächeln zu bewahren. Nervös scheint die Welt zu sein, es wäre so viel zu beachten, man sollte nichts falsch machen, es drohe Gefahr… von woher? Schürt da wieder einmal jemand Angst? Soll die Gesellschaft verunsichert werden, damit man noch leichter manipulieren kann? Das Spiel ist nicht neu! Es sind Machenschaften, die über die Jahrhunderte gespielt wurden und auch in der heutigen Zeit vollzogen werden, doch wie schon immer – erst in der Rückschau könnte man es erkennen, die Gegenwart ist dafür wohl schon von jeher blind gewesen! Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf! Im Bewusstsein, dass das Gute, das Positive diese Welt stark macht und dass, wenn gute Absichten sich zusammenschließen, eine viel stärkere Macht entsteht, als jede böswillige Zerstreuungsmaschinerie je zustande bringt, bleibe ich ruhig, kreiere Schönes für diese Welt und versuche Menschen in meiner Umgebung im Geist des Miteinander zu verbinden! Da mag wieder einmal einer kommen und mir weismachen wollen, dass alles umsonst wäre und die Welt dem Untergang zu steuere… im Wissen, dass sie das schon seit Jahrhunderten tut, bleibe ich zuversichtlich, da mir bewusst ist: es kommt auf den Geist an, der uns antreibt. Die Absicht ist es, die den Unterschied ausmacht und wie schon in der Schrift niedergelegt ist „wenn zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte“, suche ich unbeirrt diesen anderen, der auch versteht, der auch den Unterschied erkennt zwischen der materiellen Welt und dem Geistigen, der noch nicht aufgegeben hat und meint, dass es nichts gäbe, darüber hinaus… Gottlob sehe ich immer wiedermal dieses Erkennen in den Augen eines Gegenübers. Auch wenn es nur kurz aufleuchtet, so hilft es mir, die Zuversicht zu stärken und weiter zu postulieren, dieses Sein und Miteinander im Guten für unsere Nachfahren vorzubereiten – es wird gelingen, auch wenn derzeit alle Nachrichten dem Lügen strafen und uns hinunterziehen wollen in den Abgrund, der schlussendlich „Vergessen“ bedeuten würde, für jedes Wesen, das sich in diesen neuzeitlichen Materialismus fallen lässt!

©2018 Prof. Ilse Storfer-Schmied

NÖN: Mariensingen 2018

2018-3MS-NÖN

Schön bist du wie eine Rose

Für die Maiandacht ein Mariengedicht!GB 169 Ausschnitt

Schön bist du wie eine Rose
zart erblüht im Morgenlicht
und du rührst an meine Seele
wie ein inniges Gedicht

Keiner kann wie du ertragen
Glaube gibt dir Lebensmut
und du schenkst uns deine Liebe
Dieses Beispiel tut so gut!

Schön bist du wie eine Rose
leuchtest zart im Abendlicht
Deine Ruhe und dein Glaube
gibt mir Hoffnung und Zuversicht

Du, Maria, bist die eine
die uns zu berühren mag
Demutsvoll, doch immer fröhlich
weihen wir dir jeden Tag!

 

 

 

© 2018, Prof. Ilse Storfer-Schmied
aus: Ilse Storfer, Ave Maria, Verlag Ploder, Friesach, 2012

Kinderlieder-CD: die 3.

KL1+3Die CD zum dritten Heft ist ab sofort erhältlich!
Erfrischend fröhliche Lieder für den Frühling und Sommer!

Meine Welt trägt Sonnenschein

NÖN-Bericht: Frühlings-Plaudereien 2018

2018-2FP-NÖN

Frühlings-Plaudereien 2018

Frühlings-Plaudereien 2018 - Kopie

Die Mitwirkenden: Alfred Wittenberger, Johanna, Ilse, Fritz Hanisch, Renate Berka, Johannes Seper. Vorne: Karin Annerl und Jonas Wittenberger

Am Sonntag Nachmittag konnte man sich wieder an einem abwechslungsreichen Kulturprogramm erfreuen und gleichzeitig einige sehr unterhaltsame Stunden genießen. Die Kulturwerkstatt Sacoma brachte Literarisches, Musikalisches und Kulinarisches im künstlerischen Rahmen, erfrischend natürlich und locker dargeboten und sozusagen auf Tuchfühlung mit dem Publikum. Renate Berka las Gedichte, Alfred Wittenberger spielte auf der Gitarre und begleitete auch seinen Sohn Jonas, der mit seinen 5 Jahren schon eine unglaubliche Präsenz als Geiger zeigte. Der Zwaklång (Johanna M. Schmied und Ilse Storfer) brachte wieder ganz neue Lieder und präsentierte auch die neuen CDs mit den Kinderliedern von Ilse Storfer, die mit ihren Texten wie immer Zeitkritik in eine gefällige Form verpackt vortrug.

Nach dem offiziellen Programm spielte bei herrlichem Wetter die „Weinkellermusi“ (Karin Annerl, Fritz Hanisch und  Johannes Seper) im Garten auf und man unterhielt sich noch lange, genoss das reichhaltige Buffet, schmökerte im Buchladen und besichtigte die Ausstellung.

Kinderlieder CD – die 2.

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Nun ist auch die CD zum 2. Heft der Kinderlieder fertig geworden und in der Kulturwerkstatt Sacoma gemeinsam mit dem Heft „Warten auf die Winterzeit“ erhältlich!

An den Aufnahmen der Lieder aus dem Heft 3, dem Frühlings-Sommer-Heft, wird fleißig gearbeitet!

Nichts sag ich mehr!

Nichts sag ich mehr – kein WortGB 306B
in diesen weltverdrehten Tagen
Keine Antwort auf die tausend Fragen!

Früher war ich schnell
mit meinen Kommentaren
Welt und Menschen
wie ich sie erfahren
haben meinen spitzen Wortwitz
manchmal hart gespürt
Hab ein scharfes Schwert gezielt geführt
wenn auch nur mit meinen kargen Worten

Jetzt in Zeiten der verdorrten
Jugendblüten werd ich leiser!
Mag sein, ich gebe mich nun weiser
und schweige öfter mit verklärtem Lächeln!

Ich spüre manchmal
Trauerweidenzweige fächeln
Dann denk ich mir: Es ist genug!
Nun bist du alt
Nun bist du klug!

Ich sag nichts mehr – auch wenn ich weiß!
Ich stell mich manchmal dumm und naseweiß

Die Welt?
Die dreht sich weiter im vertrauten Takt
als hätte Er da oben diesen Pakt
geschlossen mit dem Sein und Werden
Vertrauen dürfen wir Ihm
wie dem Schäfer seine Herden!

 

 

©2018, Prof. Ilse Storfer-Schmied
aus: Ilse Storfer, Diese Zeit – (k)ein Gedicht, Verlag Ploder, Friesach, 2009

 

Sonntagmorgen…

Aufwachen im Sommerzeitmodus bringt kurzzeitig ein Vakuumfeeling… wirklich? Jetzt schon? Ach Ja, Sommerzeit! Dann sind da schon die Nachrichten über Mini-Jetlag und Sinn oder Unsinn der Zeitumstellung halbstündlich im Radio zu hören, sofern man ihn nicht abdreht. Es nervt!

Der Tag ist schön, wenn auch zu kalt für den Frühling!

So. Nun habe ich die Standardthemen durch. Was beschäftigt mich heute wirklich? Die Wortlosigkeit hinter dem oberflächlichen Gerede. Die Gedankenlosigkeit, die man sich genehmigt mit der Ausrede, dass es so viele Wichtigkeiten gibt, die einen total ausfüllen und nichts anderes zulassen. So vieles wird verdrängt bzw. ausgespart, da der Zeitplan mit Projekten zur Geld- und Sachvermehrung und Projekten zur Freizeitgestaltung minutiös gefüllt ist, um einfach keine Sekunde übrig zu haben, für eine philosophische Hinterfragung oder auch nur für einen Gedanken darüberhinaus.

Ich frage mich heute: Wie kann ich die Freude in meiner Umgebung vermehren? Kann es mir gelingen, allein mit meinem ruhigen freundlichen Auftreten und geduldigen Zuhören, den Druck von den Schultern meiner Lieben zu erleichtern? Schaffe ich es mit einem fröhlichen Lied die Chorgemeinschaft zu lockern, die manchmal die Zielstrebigkeit des täglichen Lebens in den Chorabend mitbringt und ganz vergisst, dass das gemeinsame Singen eigentlich die Freude und das Miteinander vermehren soll und nicht alleinig der Befriedigung des persönlichen Ehrgeizes dient?

Es erscheint wir wie der Kampf gegen die Windmühlen, heutzutage dem Leben der Gesellschaft etwas Glanz zu geben. Auch das Gedichteschreiben hat sich geändert. Wer nimmt sich noch die Zeit und ein Buch zur Hand? Ich schreibe sie noch, die Gedichte in den Büchern – auch wenn nur wenige lesen. Und alles scheint nur für das Jetzt zu gelten! Man bloggt. Jetzt. Nichts ist für Morgen und morgen ist alles schon veraltet! So wie ich!

Dieser Gedanke bringt mir selber nun ein Lächeln! Ich bin alt. Zu alt zum bloggen. Aber nicht zu alt zum Schreiben. Und nicht zu alt für junge Gedanken! Ich verstehe euch da draußen und ich bewundere euch. Und wenn der eine oder andere von euch aufschaut und lächelt, dann freu ich mich!

© Prof. Ilse Storfer-Schmied, März 2018