Archiv für 10. März 2012

Eiswind im März

In da Friah scheint liacht die Sunn
und du gfreist di auf den Tåg
’s låcht dei Gmiat, wal ’s Fruahjåhr werd
Des werd schean, des is ka Fråg! 

Lei a påår Minutn späta
kimmt da Wind, ma kånns net glabm
Dicke Flockn tånzn åba
Du fluktierst gschwind in dei Labm

Tia zua! Drah den Ofn aufi
Hoazn muaßt wia mittn Winta
Schaust zan Fensta: Oba hiaz
kimmt des Fruahjåhr wieda hinta!

Kane Flockn – lei die Sunn
liacht und schean am greanen Feld
Kehr um die Hånd – da Eiswind blåst
is sie wieda weiß – die Welt!

Lei Geduld, mei Fruahjåhrsseel!
Såg i zu mir, leg mi guat ån
wal hiaz da Mirznbock noch blåst
Doch der April, der zagt sich schon!

© Ilse Storfer-Schmied
aus dem Manuskript „Da Mirznbock“
(wieder einmal ein Büchlein für alle Freunde von Mundart-Gedichten)