Archiv für Meine Gedanken zur Zeit

Dieser Tage…

fallen mir ganz unterschiedliche Stimmungen in mein Dasein und ich habe Mühe, mir mein Lächeln zu bewahren. Nervös scheint die Welt zu sein, es wäre so viel zu beachten, man sollte nichts falsch machen, es drohe Gefahr… von woher? Schürt da wieder einmal jemand Angst? Soll die Gesellschaft verunsichert werden, damit man noch leichter manipulieren kann? Das Spiel ist nicht neu! Es sind Machenschaften, die über die Jahrhunderte gespielt wurden und auch in der heutigen Zeit vollzogen werden, doch wie schon immer – erst in der Rückschau könnte man es erkennen, die Gegenwart ist dafür wohl schon von jeher blind gewesen! Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf! Im Bewusstsein, dass das Gute, das Positive diese Welt stark macht und dass, wenn gute Absichten sich zusammenschließen, eine viel stärkere Macht entsteht, als jede böswillige Zerstreuungsmaschinerie je zustande bringt, bleibe ich ruhig, kreiere Schönes für diese Welt und versuche Menschen in meiner Umgebung im Geist des Miteinander zu verbinden! Da mag wieder einmal einer kommen und mir weismachen wollen, dass alles umsonst wäre und die Welt dem Untergang zu steuere… im Wissen, dass sie das schon seit Jahrhunderten tut, bleibe ich zuversichtlich, da mir bewusst ist: es kommt auf den Geist an, der uns antreibt. Die Absicht ist es, die den Unterschied ausmacht und wie schon in der Schrift niedergelegt ist „wenn zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte“, suche ich unbeirrt diesen anderen, der auch versteht, der auch den Unterschied erkennt zwischen der materiellen Welt und dem Geistigen, der noch nicht aufgegeben hat und meint, dass es nichts gäbe, darüber hinaus… Gottlob sehe ich immer wiedermal dieses Erkennen in den Augen eines Gegenübers. Auch wenn es nur kurz aufleuchtet, so hilft es mir, die Zuversicht zu stärken und weiter zu postulieren, dieses Sein und Miteinander im Guten für unsere Nachfahren vorzubereiten – es wird gelingen, auch wenn derzeit alle Nachrichten dem Lügen strafen und uns hinunterziehen wollen in den Abgrund, der schlussendlich „Vergessen“ bedeuten würde, für jedes Wesen, das sich in diesen neuzeitlichen Materialismus fallen lässt!

©2018 Prof. Ilse Storfer-Schmied

Sonntagmorgen…

Aufwachen im Sommerzeitmodus bringt kurzzeitig ein Vakuumfeeling… wirklich? Jetzt schon? Ach Ja, Sommerzeit! Dann sind da schon die Nachrichten über Mini-Jetlag und Sinn oder Unsinn der Zeitumstellung halbstündlich im Radio zu hören, sofern man ihn nicht abdreht. Es nervt!

Der Tag ist schön, wenn auch zu kalt für den Frühling!

So. Nun habe ich die Standardthemen durch. Was beschäftigt mich heute wirklich? Die Wortlosigkeit hinter dem oberflächlichen Gerede. Die Gedankenlosigkeit, die man sich genehmigt mit der Ausrede, dass es so viele Wichtigkeiten gibt, die einen total ausfüllen und nichts anderes zulassen. So vieles wird verdrängt bzw. ausgespart, da der Zeitplan mit Projekten zur Geld- und Sachvermehrung und Projekten zur Freizeitgestaltung minutiös gefüllt ist, um einfach keine Sekunde übrig zu haben, für eine philosophische Hinterfragung oder auch nur für einen Gedanken darüberhinaus.

Ich frage mich heute: Wie kann ich die Freude in meiner Umgebung vermehren? Kann es mir gelingen, allein mit meinem ruhigen freundlichen Auftreten und geduldigen Zuhören, den Druck von den Schultern meiner Lieben zu erleichtern? Schaffe ich es mit einem fröhlichen Lied die Chorgemeinschaft zu lockern, die manchmal die Zielstrebigkeit des täglichen Lebens in den Chorabend mitbringt und ganz vergisst, dass das gemeinsame Singen eigentlich die Freude und das Miteinander vermehren soll und nicht alleinig der Befriedigung des persönlichen Ehrgeizes dient?

Es erscheint wir wie der Kampf gegen die Windmühlen, heutzutage dem Leben der Gesellschaft etwas Glanz zu geben. Auch das Gedichteschreiben hat sich geändert. Wer nimmt sich noch die Zeit und ein Buch zur Hand? Ich schreibe sie noch, die Gedichte in den Büchern – auch wenn nur wenige lesen. Und alles scheint nur für das Jetzt zu gelten! Man bloggt. Jetzt. Nichts ist für Morgen und morgen ist alles schon veraltet! So wie ich!

Dieser Gedanke bringt mir selber nun ein Lächeln! Ich bin alt. Zu alt zum bloggen. Aber nicht zu alt zum Schreiben. Und nicht zu alt für junge Gedanken! Ich verstehe euch da draußen und ich bewundere euch. Und wenn der eine oder andere von euch aufschaut und lächelt, dann freu ich mich!

© Prof. Ilse Storfer-Schmied, März 2018